Nahwärme

Als Nahwärme wird die Übertragung von Wärme zwischen Gebäuden zu Heizzwecken bezeichnet, bei dem die Wärme bzw. die thermische Energie unmittelbar vor Ort erzeugt und die Kosten für den Energieträger direkt mit dem Verbraucher abgrechnet werden. Die Übertragung erfolgt im Vergleich zur Fernwärme nur über verhältnismäßig kurze Strecken, also in der Nähe des Verbrauchers. (z.B. Gasetagenheizungen, Kaminöfen oder Zetralheizungen für einzelne oder mehrere Häuser)

 

 

Vorteile der Nahwärme:

Mehr Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbare Energien:

Bei einer ganzen Reihe von Umwandlungstechniken zur Nutzung erneuerbarer Energien wird erst beim Einsatz in einer Heizzentrale die Leistungsschwelle überschritten, ab welcher der Bau von Anlagen  technisch sinnvoll ist und entsprechende Komponenten und Systeme auf dem Markt angeboten bzw. in einiger Zeit verfügbar sein werden.

Dazu gehören:

  • Verbrennung von halmgutartiger Biomasse wie z.B. Stroh, in speziell dafür konstruierten Kesseln
  • Vergasung von Biomasse mit anschließender Kraft-Wärme-Kopplung
  • Verbrennung fester Biomasse (z.B. Holzhackschnitzel) und anschließende Kraft-Wärme-Kopplung
  • Nutzung von Tiefengeothermie für die Wärmeversorgung
  • Langzeitwärmespeicher zur saisonalen Speicherung solarer Wärme oder zur Pufferung sommerlicher Überschusswärme beim Einsatz von Biogas in der Kraft-Wärme-Kopplung

Komfort für den Wärmekunden:

Ein Hausbesitzer, der sich für die Nahwärme entscheidet, muss sich nicht um die Beschaffung und den Einbau einer neuen Heizungsanlage kümmern, braucht kein Heizöl zu kaufen und muss sich im Störfall nicht um einen Handwerker bemühen.

Vielmehr bekommt er Wärme ins Haus geliefert, verbunden mit einem umfassenden Service. Im Keller eines an die Nahwärme angeschlossenen Hauses gibt es mehr Platz, da die Übergabestation wesentlich kleiner als ein Heizkessel ist und, sofern vorher eine Ölheizung installiert war, auch der Tankraum wegfällt.

 

(Nahwärmeverteiler im Keller eines Mehrfamilienhauses mit Wärmezählern für den einzelnen Abnehmer / Quelle: Wikipedia)

Bei Kraft-Wärme-Kopplung:

  • Bei hoher Wärmedämmung lohnt es sich, mehrer Gebäude zusammenzufassen um die Kosten zu senken
  • Größere Blockheizkraftwerke haben bessere elektrische Wirkungsgrade
  • Größere Blockheizkraftwerke haben kleinere spezifische Investitionskosten
  • Größere Blockheizkraftwerke haben in der Regel kleinere Wartungskosten
  • Werden die Blockheizkraftwerke größer wie 50 kW elektrisch muß jedoch die geringere Förderung beachtet werden.
  • Es ist nur ein Gasanschluss und ein Schornstein notwendig
  • In den Gebäude wird der Heizraum eingespart, es ist nur noch eine Übergabestation notwendig

 

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