BHKW Förderung durch das KWK-Gesetz 2016

 

Ziel des Gesetzes ist den Anteil des KWK-Stroms bis zum Jahre 2020 auf 25 % zu steigern, aktuell liegt der Anteil bei ca. 12,5 %.  Zu diesen 12,5 % gehören auch große KWK mit Fernwärmeversorgung, d.h. der Ausbau der KWK muss überwiegend durch Blockheizkraftwerke vollzogen werden.

 
 

 

Für die Abrechnung muss ein entsprechender Stromzähler installiert werden. Laut dem Gesetzt gibt es keine Anforderung an die Messeinrichtung. Die meisten Netzbetreiber fordern eine eigene Messeinrichtung.

 
 

Dabei muss folgendes beachtet werden: Die Leistungen von heizungstechnisch miteinander verbundenen Blockheizkraftwerken wird addiert. Ist die Leistung größer 50 kW, wird der Bonus maximal 30.000 Vollbenutzungsstunden gezahlt, bei kleiner als 50kW über maximal 60.000 Vollbenutzungsstunden.

 
 

Vorraussetzung:

  • Neue hocheffiziente Anlage für Seriengeräte ist vom Hersteller ein Nachweis bei der Bafa zu führen, bis 2000 kW reicht ein Datenblatt des Herstellers.
  • Ansonsten ist eine Einzelzulassung möglich.
  • Kein bestehender Fernwärmeanschluss aus KWK

 

Modernisierte, hocheffiziente KWK-Anlagen

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Zu dem Bonus kommt dann noch der Erlös aus den eingespeisten Strom und dem vermiedenen Strombezug.

 
 

Je nach Strombedarf wird ein Teil des erzeugten Stroms eingespeist, dieser Strom wird vom Netzbetreiber entsprechend dem KWK-Index und der vermiedenen Netzkosten vergütet.

 
 

Der KWK-Index ist der Durchschnittswert des Baseload Strom des letzten Quartals an der Leipziger Strombörse EEX (http://www.wwx.de). Den Verlauf können Sie aus der folgenden Grafik ablesen.

 

 

Für die vermiedenen Netzkosten werden je nach Netzbetreiber und Netzaufbau zwischen 0...1 ct/kWh gezahlt.

 

Ein weiterer Teil des erzeugten Stroms dient zur Versorgung des Strombedarfs, damit wird der Strombezug vermieden und die Kosten für den Stromeinkauf gesenkt. Der Erlös für diesen Fall ist pro kWh wesentlich höher, wie der Erlös für den eingespeisten Strom.

Je nach Stromkosten sind BHKW-Projekte mit einen Stromeigenverbrauch ab ca. 50 % Anteil der Nutzung des Stroms wirtschaftlich. Je weiter der Anteil steigt um so mehr lohnt das Projekt. Besonders in Mehrfamilienhäuser ist es deshalb notwendig den Strom an die Bewohner zu verkaufen. Damit das problemlos funktioniert haben wir dazu eine entsprechende Dienstleistung entwickelt,

 

Zuschlagszahlung für den Neu- und Ausbau von Wärme- und Kältenetzen

  • Für neu verlegte Wärmeleitungen mit einem mittleren Nenndurchmesser bis 100 mm (DN 100) 100 € Zuschlag je laufendem Meter. (höchstens 40 % der ansatzfähingen Investitionskosten)
  • Für neu verlegte Wärmeleitungen mit einem mittleren Nenndurchmesser von mehr als 100 mm (DN 100) 30 % Zuschlag der ansatz-fähigen Investitionskosten des Neu- und Ausbau.
  • Grundlage ist die Leitungslänge. Beispiel: 100 m mit DN 80 und 50 m mit DN 120 = 93,33 mm
  • Der Zuschlag darf insgesamt 10 Millionen € je Projekt nicht überschreiten
  • Er wird auch für den Umbau von Heizdampf auf Heizwasser gewährt

Ansatzfähige Investitionskosten

  • Kosten, die für die erforderlichen Leistungen Dritter im Rahmen des Neu- oder Ausbau von Wärmenetze tatsächlich angefallen sind.
  • Nicht dazu gehören interne Kosten für Konstruktion und Planung, kalkulatorische Kosten, Grundstücks-, Versicherungs- und Finazierungskosten
  • Gewährte Bundes-, Länder- und Gemeinde- zuschüsse müssen abgesetzt werden.

Kältenetz

Zuschlag für Kältenetz gilt entsprechend
 

 

Begrenzung der Förderung

Die Summe der Zuschlagszahlung für:
-Wärmenetz
-Kältenetz
-Wärmespeicher
-Kältespeicher
…darf pro Kalenderjahr 150 Millionen Euro nicht überschreiten.
Die darüber hinausgehenden Beträge werden im Folgejahr ausgezahlt.
 
 

 

Förderung von Wärme- und Kältespeicher

  • Für den Neu- und Ausbau von Wärmespeicher gilt ein Zuschlag von 250 € pro Kubikmeter Wasseräquivalent des Wärmespeicher-volumens
  • Bei Speicher mit einem Volumen über 50 Kubikmeter höchstens 30 % der Investitionskosten.
  • Je Projekt werden maximal 5 Millionen gefördert.

 

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